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Oberhessiche Presse vom 25. August 2004

"Bürger haben Recht auf Transparenz"

Hans Jakob Heuser (parteilos) will Bürger über persönlichen Kontakt von sich überzeugen

von Götz Schaub

Hans Jakob Heuser hat gewählt: Er will sich als Bürgermeister für die Gemeinde Weimar engagieren. Mit Hausbesuchen will er im Vorfeld der Wahl die Bürger der Großgemeinde Weimar davon überzeugen, dass er der richtige Mann für diese Aufgabe ist. „Ich gehe auf die Bürger zu und möchte wissen, was sie sich von der Gemeinde wünschen. Dann nehme ich dazu Stellung“, sagt Heuser. Fragen der Bürger, die er nicht ausreichend beantworten kann, nimmt er auf und verspricht, sich kundig zu machen und sich noch einmal zu melden. Das koste zwar viel Zeit und Kraft, gehöre aber schließlich auch später zu seinen Aufgaben, anständig zu informieren. „Die Bürger haben ein Recht auf Transparenz. Sie müssen wissen, was in ihrer Gemeinde vorgeht“, sagt Heuser.

Es liegt ihm jedoch fern, zu behaupten, er wolle es besser als der jetzige Bürgermeister Karl Krantz machen. „Bürgermeister Krantz hat seine Sache immer gut gemacht“, sagt er bestimmt. Es sei ein ganz normaler Vorgang, dass sich mit einem neuen Bürgermeister auch Dinge verändern.

Er habe nun die Aufgabe, deutlich zu machen, wie er sich seine Amtsführung vorstellt. Heuser sieht sich als parteiloser Kandidat in der Pflicht, ganz nah am Bürger zu sein, um sich als „einer von ihnen“ um die Probleme, Wünsche und Anregungen zu kümmern. Dabei macht er allerdings keine wahlpopulistischen Versprechungen: „Diverse Vorhaben und Wünsche sind aufgrund der Finanzsituation derzeit nicht zu realisieren.“ Den Bürgern in Wenkbach sagt er beispielsweise deutlich, dass er der Bürgerhauserweiterung eine klare Absage erteilen müsse. „Wer in Kenntnis der derzeitigen Finanzsituation etwas anderes verspricht, ist ein Scharlatan“, sagt Heuser.

In der Wenkbacher Siedlung wird er von Anwohnern der „Unteren Bergstraße“ und der Straße „Am Hang“ wiederholt auf den Straßenzustand angesprochen. Dabei geht es nicht nur um den schlechten Belag, sondern auch um die Breite der Straße. In der Straße „Am Hang“ sind Anlieger mitunter gezwungen, ihr Auto zum Teil auf den Gehweg abzustellen, weil sonst kein Auto mehr vorbei kommen würde. „Das ist beispielsweise ein Grund, warum ich für den Austritt aus dem Ordnungsbehördenbezirk bin“, sagt Heuser. „Wenn hier die Autos ordnungsgemäß am Straßenrand parken würden, käme kein Rettungsfahrzeug oder die Müllabfuhr mehr durch. Hält man allerdings die Straße frei, riskiert man einen Strafzettel für Falschparken.“ In der „Unteren Bergstraße“ diskutiert Heuser mit mehreren Anliegern über den Straßenzustand. Viele äußern die Ansicht, dass die Straße, die ursprünglich nur für den Anliegerverkehr hergerichtet wurde, durch den ständigen Busverkehr derart gelitten habe, dass sie eigentlich neu gemacht werden müsste. Dabei sehen Anlieger Kosten auf sich zukommen für die Behebung von Schäden, die sie ihrer Ansicht nach gar nicht selbst verursacht haben.

Heuser zeigt Verständnis für den Standpunkt der Bürger und auch für den Wunsch, dass der Linienbusverkehr nicht mehr länger durch die Siedlung führt. Er könne allerdings keine aus der Luft gegriffenen Versprechungen machen. Auch könne er nicht den vielfach gewünschten Zebrastreifen in der Marburger Straße auf Höhe des Siedlungsweges versprechen. Schließlich handele es sich um eine Landesstraße.

Heuser ist es wichtig, den Bürgern zu vermitteln, was geht und was nicht. Als Bürgermeister will er für Transparenz sorgen, indem er betroffene Bürger frühzeitig in die Projekte einbindet. Die meisten Bürger, die Heuser an der Haustür antrifft, freuen sich, dass er sich als Kandidat bei ihnen persönlich vorstellt. Heuser nutzt die Gelegenheit, nicht nur für sich, sondern auch für die Wahl zu werben. „Auch wenn Sie mich nicht wählen, gehen Sie bitte zur Wahl“, sagt Heuser.

 

Oberhessische Presse vom 19. August 2004

"Spreche die Sprache der Bürger"

Hans Jakob Heuser (parteilos) beantwortet 24 Fragen zur Kommunalpolitik und zu seiner Person

1. Ich bin der richtige Mann für das Bürgermeisteramt,....
... weil ich die Gemeinde in- und auswendig kenne, schon immer hier lebe und die Sprache der Menschen spreche.
2. Als Bürgermeister macht es mir am meisten Spaß,...
... wenn ich viel für die Gemeinde Weimar erreichen kann und die Bürger und Bürgerinnen mit meiner Arbeit zufrieden sind.
3. Familie ist für mich....
wichtig.
4. Ungeduldig werde ich, ....
wenn Dinge nicht so schnell erledigt werden, wie es möglich ist.
5 Nachmittagsfernsehen ist für mich,....
wenn Sport gesendet wird, sehr interessant.
6. Mein Traumprojekt in Weimar ist....
Für mich gibt es nicht „das Traumprojekt“. 7. Arbeitslosigkeit ist....
... ein großes gesellschaftliches Problem, nur es wird zu oft vergessen, dass es nicht nur Zahlen sind, sondern Menschen, die arbeitslos sind.
8. Welchen politischen Fehler in der Geschichte der Großgemeinde Weimar würden Sie gerne ungeschehen machen? Meine Gedanken sind zukunfts-orientiert. 9. Vereine sind für mich...
... zentrale Einrichtungen in jeder Gemeinde mit hohem gesellschafts-politischen Stellenwert, deren Arbeit es zu unterstützen gilt.
10. Welche Personen der Gegenwart haben Ihren Respekt?
Meine Mutter, Michael Schumacher, Michail Gorbatschow, Peter Scholl-Latour.
11. Sie fliegen mit der Zeitmaschine zurück: Welches geschichtliche Ereignis würden Sie am liebsten erleben?
Den Mauerfall 1989 in Berlin.
12.Ich entspanne am liebsten...
... beim Lesen von Nachrichtenmagazinen, in geselliger Runde und beim Skifahren.
13. Von wem möchten Sie noch etwas lernen?
In der heutigen Zeit gehört das ständige Lernen und sich Weiterentwickeln einfach dazu, deshalb nehme ich Neues auf, wo es mir begegnet.
14. Ich beneide diejenigen,....
... die essen können, was sie wollen und nicht zunehmen.
15. Kommunalpolitik ist....
... die Gelegenheit, auf die Bedürfnisse der Menschen in der Gemeinde Weimar einzugehen.
16. Meine Kraft schöpfe ich aus...
... meinen bisherigen Lebenserfahrungen, meiner Familie und meinem Umfeld.
17. Kinder sind....
... ein Geschenk und für die Entwicklung einer Gemeinde ein wichtiger Eckpfeiler.
18. Die Finanzlage der Gemeinde....
... spiegelt die wirtschaftliche Gesamtsituation wieder, ist aber nicht hoffnungslos.
19. Es macht mir Angst, wenn ich höre,....
dass Bush gute Chancen hat, wieder gewählt zu werden.
20. Spielt es für Sie als Bürgermeister eine Rolle, welche Partei in Wiesbaden regiert?
Ja, jede Partei, die die Situation der Gemeinden verkennt, ist für mich nicht tragbar.
21. Ehrlichkeit ist....
... für mich wichtig.
22.Es ärgert mich, dass....
... in der Gemeinde viele Straßen in einem schlechten Zustand sind.
23. Die Jugendlichen in Weimar brauchen...
... ein Konzept für Jugendarbeit.
24. Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Ruhe bewahren, es geht immer weiter.

 

Oberhessische Presse vom 13. Juli 2004:

Heuser tritt als freier Kandidat an

Weimar. Hans Jakob Heuser, im Parlament Weimar für die Bürgerliste Niederwalgern tätig, legt Wert auf die Feststellung, dass seine Kandidatur um das Bürgermeisteramt in der Gemeinde Weimar nichts mit seinem Engagement für die Bürgerliste zu tun hat.
" Ich trete ausschließlich als Privatperson an. So habe ich es auch allen, die mich unterstützen wollen, gesagt."

Heuser ist 43 Jahre alt und von Beruf Landwirt.
" Es ist eine reizvolle Aufgabe und es gibt noch sehr viele Probleme zu lösen", sagte Heuser.

Er möchte daran als Nachfolger von Karl Krantz (CDU), der nicht mehr kandidiert, mitwirken. Insgesamt bewerben sich nun vier Kandidaten.

 

Marburger Neue Zeitung vom 9. Juli 2004:

Gestern Bewerbungsschluss in Weimar
Heuser kandidiert

Weimar. Eine Überraschung gab es gestern zum Bewerbungsschluss für das Bürgermeisteramt in Weimar. Neben den drei bekannten Kandidaten Alexander Steiß (CDU), Volker Muth (SPD) und Jens Schneider (FDP) hat auch Hans Jakob Heuser aus Niederwalgern seine Unterlagen abgegeben. Er tritt als parteiloser Kandidat an.

Heuser sitzt für die Bürgerliste im Weimarer Parlament und das schon seit über zehn Jahren.

Er war Bauausschussvorsitzender und im Schulelternbeirat aktiv.
Damit sind ihm die Probleme der Gemeinde durchaus bekannt.
"Es ist eine reizvolle Aufgabe und für die Zukunft ist noch viel zu tun", sagte er gestern Abend auf die Frage dieser Zeitung, warum er sich beworben habe.

Heuser ist Landwirtschaftsmeister, verheiratet und hat einen 17-jährigen Sohn. Er lebt im Ortsteil Niederwalgern.
Wichtig ist ihm, dass er nicht für die Bürgerliste sondern als Einzelkandidat antritt. Und so hat er auch allein alle 62 Unterstützungsunterschriften vorgelegt, die ein Einzelkanditat braucht. Doppelt so viele Unterschriften nämlich wie es Sitze im Gemeindeparlament gibt.

Laut Heuser hat er Unterschriften in fast allen Ortsteilen bekommen. Die Kandidaten der politischen Parteien brauchen entgegen nur fünf Unterschriften auf dem Wahlvorschlag und müssen offiziell nominiert worden sein.

Wie Heuser, kommt auch der FDP Kandidat Jens Schneider, aus Niederweimar. Er war der erste unter den Bewerbern, der mitgeteilt hat, er wolle Bürgermeister werden.
CDU Kanditdat Alexander Steiß kommt aus Oberweimar. Er bringt Erfahrung in der Gemeindepolitik als erster Beigeordneter mit.
Volker Muth schließlich kommt aus Wetter und ist nach dem Rückzug von Michael Pfeffer als neuer Kandidat der SPD im Rennen um das Bürgermeisteramt gegangen.

Die Wahl - Zumindest der erste Wahlgang - ist am 12. September. Bei vier Kandidaten könnte es aber durchaus zu einer Stichwahl kommen.

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